Fußballspieler von Bayern München und Paris Saint-Germain in Aktion auf dem Spielfeld vor voller Zuschauerkulisse

Champions League: Wer zieht ins Finale 2026 ein?

Es ist nur noch ein Schritt bis zum großen Ziel in Budapest, wo am 30. Mai in der Puskas Arena das Endspiel der UEFA Champions League 2025/26 ausgetragen wird. Und ein Prognose, wer zum Abschluss der Saison um den begehrten Henkelpott spielen wird, ist nach den engen Hinspielen nahezu unmöglich. Während Atlético und der FC Arsenal sich in Arsenal ein ansehnliches 1:1-Unentschieden lieferten, trieben es Paris St.-Germain und Bayern München beim 5:4 im Prinzenpark auf die Spitze. Kann Arsenal den Heimvorteil im Rückspiel nutzen und wird es in der Münchner Allianz Arena das nächste Spektakel geben?

Arsenal will mit Heimvorteil den letzten Schritt schaffen

Viertelfinale 2023/24 (2:3 gegen Bayern), Halbfinale 2024/25 (1:3 gegen Paris St.-Germain) – Finale 2025/26 (gegen Bayern oder PSG)? So würde sich die Bilanz der Gunners lesen, sollten sie am Dienstag ab 21:00 Uhr im heimischen Emirates Stadium den letzten Schritt schaffen und ins Endspiel der Königsklasse einziehen. Das Team von Trainer Mikel Arteta kann dafür auf ein 1:1 aus dem Hinspiel in Madrid bauen und gilt nun mit dem Heimvorteil als klarer Favorit im ersten Halbfinal-Rückspiel (Opta-Siegwahrscheinlichkeit: 56,0 Prozent vs. 20,2 Prozent).

Von 28 Heimspielen hat Arsenal in der laufenden Saison 22 gewonnen und nur zwei verloren – beide in der Liga. In der Königsklasse ist Arsenals Weste überhaupt noch weiß: 13 Spiele, 10 Siege, 3 Unentschieden. Als einziges Team sind die Gunners noch ungeschlagen. Der Schlüssel zum Erfolg: die Defensive. In sechs CL-Heimspielen ließen die Londoner nur drei Gegentore zu (insgesamt 6 in 13 Spielen), überhaupt gewährte Arsenal seinen Gästen nur elf Schüsse auf das TorBestwert im laufenden Wettbewerb! Gegen spanische Teams haben die Gunners zudem einen Lauf, in den letzten acht CL-Spielen gegen spanische Mannschaften blieben sie ungeschlagen (7 Siege, 1 Unentschieden). Atlético auf der anderen Seite verlor die letzten vier Gastspiele auf der Insel allesamt.

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Doch Vorsicht ist geboten: Atlético fühlt sich in diesem Jahr auf fremden Plätzen durchaus wohl, kann seine Spielphilosophie mit vielen Gegenstößen aus einer geordneten Defensive heraus auswärts oftmals sehr gut umsetzen. 87 Torschüsse verzeichnete das Team von Diego Simeone in Auswärtsspielen in dieser CL-Saison, nur PSG, Bayern, Real Mardrid und Barcelona können mehr vorweisen. Mit 13 Auswärtstoren liegen die Madrilenen auf Rang 6, haben damit fast genauso viele erzielt wie Arsenal als Heimteam (14). Abgesehen von einem Spiel haben die Rojiblancos bislang auswärts immer mindestens ein Tor erzielt. Einzige Ausnahme: Das 0:4 in der Ligaphase bei Arsenal. Im ersten Halbfinalduell werden wohl wieder Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden – womöglich auch erst nach den regulären 90 Minuten.

Können die Bayern den Rückstand gegen PSG umbiegen?

Das zweite Finalticket spielen einen Tag später (Mittwoch, 21:00 Uhr) Bayern München und Paris St-Germain aus. Die beiden derzeit wohl besten Teams der Welt lieferten im Hinspiel im Prinzenpark ein wahres Offensivspektakel mit neun Treffern, an dessen Ende ein knappes 5:4 für die Franzosen stand – das torreichste Halbfinalspiel aller Zeiten! Nach fünf Champions-League-Niederlagen in Folge konnte Luis Enriques Team somit erstmals wieder einen Sieg gegen Bayern feiern. Während der deutsche Rekordmeister damit nach zuvor 16 ungeschlagenen Auswärtsspielen in Folge erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen musste, blieb PSG im achten Spiel in der Champions League in Serie ungeschlagen (6 Siege, 2 Unentschieden).

Ob die Bayern diesen Rückstand nun in der heimischen Allianz Arena drehen können? Es wird auf jeden Fall eine richtig schwierige Aufgabe für das Team von Trainer Vincent Kompany. Wenn Paris Saint-Germain das Hinspiel eines K.o.-Duells in der UEFA Champions League gewann (aktuell sechs Mal in Folge), sind sie in den letzten sieben Fällen immer in die nächste K.o.-Runde eingezogen. Das letzte Team, das eine Hinspiel-Niederlage gegen die Franzosen drehen konnte, war Real Madrid im Achtelfinale 2021/22 (1:0, 1:3). Doch die Münchner haben in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie nie aufgeben und immer bis zum Ende kämpfen – und in der Regel am Ende die Oberhand behalten. Erst drei Niederlagen kassierte der FCB in der laufenden Spielzeit, nur eine davon im eigenen Stadion (1:2 gegen Augsburg am 24. Januar). Die letzte Königsklassen-Pleite in der Allianz Arena setzte es letzte Saison im Viertelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand (1:2).

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Mit Sicherheit kann man aber schon jetzt prognostizieren: Auch im Rückspiel wird es auf die Offensivreihen ankommen! Und da kann sich Bayern (42 Tore in 13 Spielen, Paris 43 in 15) auf seine Stars in der Regel verlassen. Die Münchner trafen im laufenden Wettbewerb bislang in allen Spielen (Paris in 14 von 15) und erzielten dabei 20 Tore in sechs Heimspielen, eine Quote von 3,33 Treffer pro Spiel (wie Barcelona) – kein Team trifft häufiger! Saisonübergreifend haben die Bayern sogar einen Lauf von 20 CL-Partien, in denen ihnen immer mindestens ein Tor gelang. Seit dem Achtelfinale fielen in Spielen mit Bayern-Beteiligung 31 Tore (20:11) und somit 6,2 Tore pro 90 Minuten – bei PSG waren es 23 Treffer in den letzten fünf Partien (17:6, 4,6 im Schnitt). Tore dürften also auch am Mittwoch im Rückspiel garantiert sein.