Am Mittwochabend richtet sich der Blick ganz Fußball-Europas nach Istanbul. Im Besiktas-Park wird um 21 Uhr das Endspiel der UEFA Europa League zwischen dem SC Freiburg und Aston Villa unter der Leitung des französischen Schiedsrichters François Letexier angepfiffen. Während sich bei den Engländern mit den Erfolgen im Europapokal der Landesmeister 1981/82, dem UEFA Supercup ein Jahr später und dem UI-Cup 2001/02 bereits drei europäische Pokale im Trophäenschrank versammeln, ist der Einzug in das Europa-League-Finale bereits der größte Erfolg der Freiburger Vereinsgeschichte. Schaffen die Breisgauer nun sogar die Sensation und gewinnen ihren ersten großen Titel?
David gegen Goliath
Schon vor dem Start der Europa-League-Saison 2025/26 galt Aston Villa als der große Favorit auf den Titel in der Europa League. Der Supercomputer von Datenanbieter Opta errechnete für das Team von Trainer Unai Emery eine Titelwahrscheinlichkeit von 23,3 Prozent, der Finaleinzug wurde mit einer Chance von 37 Prozent beziffert – beides Höchstwerte! Dass der Gegner im Finale von Istanbul jedoch SC Freiburg heißen wird, war weitaus weniger erwartbar. Die Breisgauer kamen vor dem 1. Spieltag auf eine 4,3-prozentige Chance auf einen Finaleinzug (Platz 14), die Wahrscheinlichkeit auf den Titel lag bei verschwindend geringen 1,7 Prozent. Dementsprechend klar dürfte auch die Favoritenrolle im Endspiel verteilt sein.

Schon vor dem Start der Europa-League-Saison 2025/26 galt Aston Villa als der große Favorit auf den Titel in der Europa League. Der Supercomputer von Datenanbieter Opta errechnete für das Team von Trainer Unai Emery eine Titelwahrscheinlichkeit von 23,3 Prozent, der Finaleinzug wurde mit einer Chance von 37 Prozent beziffert – beides Höchstwerte! Dass der Gegner im Finale von Istanbul jedoch SC Freiburg heißen wird, war weitaus weniger erwartbar. Die Breisgauer kamen vor dem 1. Spieltag auf eine 4,3-prozentige Chance auf einen Finaleinzug (Platz 14), die Wahrscheinlichkeit auf den Titel lag bei verschwindend geringen 1,7 Prozent. Dementsprechend klar dürfte auch die Favoritenrolle im Endspiel verteilt sein.
Die besten Offensiven im direkten Duell
Ob die Villa-Defensive auch im Finale gegen Freiburg ihren Kasten sauber halten kann, darf jedoch bezweifelt werden – schließlich kommt es in Istanbul zum Duell der beiden treffsichersten Offensiven in der Europa League. Die Villans netzten in dieser Saison bereits 28 Mal – häufiger als jedes andere Team im Wettbewerb – und verfügen über die drittbeste Chancenverwertung (16,67 Prozent). Der SCF erzielte mit 25 die zweitmeisten Tore, benötigte dafür aber nur die fünfmeisten Torschüsse (73) und 20 kreierte Großchancen (Platz 16), die sie zu 43,33 Prozent (Platz 7) im gegnerischen Kasten unterbrachten.

Die Breisgauer konnten in ihrem Offensivspiel zuletzt immer wieder auf Urgestein Vincenzo Grifo bauen. Der Deutsch-Italiener war in der laufenden EL-Spielzeit an mehr Toren beteiligt als jeder andere Spieler (5 Treffer, 4 Vorlagen). Besonders in der K.o.-Phase des Wettbewerbs drehte der 33-Jährige richtig auf und sorgte in jedem seiner letzten fünf Einsätze für einen Scorer. Am Mittwochabend hat er nun die Chance, sich in eine illustre Runde einzureihen: Nur drei Spieler konnten bislang in einer Saison sowohl in beiden Viertelfinal- und Halbfinalspielen als auch im Finale einen Scorerpunkt einfahren: Radamel Falcao (Porto, 2010/11), Carlos Bacca (Sevilla 2014/15) und Kevin Gameiro (Sevilla, 2015/16). Übrigens: Die Breisgauer brachten den Ball in dieser EL-Saison fünfmal direkt per Freistoß auf das gegnerische Tor (Platz 2). Der Torschütze des einzigen direkten Freistoßes aller Teams, der im Tor landete? Natürlich Grifo!
Aston Villa: Brandgefährlich bis zum Schluss
Die Defensive der Freiburger wird auf der anderen Seite jedoch ebenfalls jede Menge zu tun bekommen. Mit John McGinn und Ollie Watkins verfügt Aston Villa über zwei Offensivakteure, die jeweils bereits fünf Treffer erzielten. Emiliano Buendia kommt auf drei Treffer und fünf Assists. Und dann wäre da noch Morgan Rogers. Der englische Nationalspieler kreierte in der laufenden EL-Spielzeit mehr Chancen (27) als jeder andere Spieler, er kommt auf die meisten Ballkontakte im gegnerischen Strafraum (65) und verzeichnete den höchsten Expected-Assist-Wert (3,3) im Wettbewerb.

Besonders gefährlich sind die Villans dabei in der letzten Viertelstunde des Spiels. Das Emery-Team hat in dieser EL-Spielzeit bereits acht Treffer ab der 76. Spielminute erzielt – mehr als jede andere Mannschaft (Verlängerung ausgenommen). Gleichzeitig ließ in diesem späten Zeitraum einer Partie nur Feyenoord mehr Gegentore (7) zu als Freiburg (5). Wollen die Breisgauer also tatsächlich die Sensation schaffen und den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte gewinnen, müssen sie bis zur letzten Sekunde des Spiels hochkonzentriert agieren.