Nach der Champions League und der Europa League startet am Donnerstag auch endlich die UEFA Conference League in ihre neue Saison. Während in der vergangenen Spielzeit mit Rapid Wien und dem Linzer ASK noch zwei österreichische Teams im Wettbewerb vertreten waren, müssen die Hütteldorfer die rot-weiß-rote Fahne in diesem Jahr ganz alleine hochhalten. Der Wolfsberger AC war nämlich bereits in der Qualifikation an Omonia Nikosia gescheitert. Die Zyprer werden wie in der vergangenen Spielzeit erneut Gegner von Rapid sein (1:3), beginnen wird die einzige österreichische Mannschaft im Wettbewerb ihr Conference-League-Abenteuer aber in Polen beim amtierenden Meister Lech Posen.
Rapid will an starker Vorsaison in Europa anknüpfen
Der Start in die Spielzeit hätte für Rapid kaum besser verlaufen können. Fünf der ersten sieben Spiele in der ADMIRAL Bundesliga wurden gewonnen (2 Unentschieden). Als einziges noch ungeschlagenes Team rangierte man an der Tabellenspitze – bis die Austria am Sonntag ins Allianz Stadion reiste. Ausgerechnet der Stadtrivale fügte den Hütteldorfern im Wiener Derby die erste Saisonniederlage zu. Und plötzlich beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Sturm Graz nur noch zwei Zähler – der Titelverteidiger hat aber noch ein Spiel in der Hinterhand.
Den Weg nach Posen wird Rapid aber dennoch mit einer breiten Brust antreten. Denn neben dem immer noch starken Saisonstart dürfte auch das Abschneiden auf internationalem Terrain in der vergangenen Spielzeit die Vorfreude auf die diesjährige Ausgabe der Conference League befeuern. Die Ligaphase des Wettbewerbs schlossen die Grün-Weißen damals als starker Tabellenvierter ab (4 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage). Lediglich der spätere Sieger FC Chelsea, Vitoria Guimaraes und die AC Florenz, auf die Rapid am zweiten Spieltag treffen wird, landeten vor den Hütteldorfern. Erst im Viertelfinale endete die Europa-Reise der Grün-Weißen. In der Runde der letzten Acht scheiterte man erst in der Verlängerung knapp an Djurgardens IF.

Letztlich ein voller Erfolg für die Wiener, die in beiden Jahren davor bereits jeweils in der Conference-League-Qualifikation (2023/24 gegen die AC Florenz, 2022/23 völlig überraschend gegen den FC Vaduz) ausgeschieden waren. Insgesamt gewann Rapid sechs seiner zehn Spiele, lediglich zweimal ging man als Verlierer vom Platz (2 Remis). In jedem Spiel trafen die Grün-Weißen mindestens einmal (16 Tore).
Guter Start entscheidend
Auch in der aktuellen Saison könnte es wieder weit gehen für die Hütteldorfer, zumindest die Ligaphase scheint machbar. Neben den genannten Gegnern trifft man auch noch auf Zrinjski Mostar, Rakow Tschenstochau und Universitatea Craiova. „Insgesamt sind wir happy“, sagte Geschäftsführer Sport Markus Katzer nach der Auslosung. Man treffe auf Gegner, gegen die „man wieder Punkte sammeln und vielleicht weiterkommen“ kann.
Besonders entscheidend könnte dabei wieder ein guter Start in den Wettbewerb sein. Vor einem Jahr besiegte man zum Auftakt Basaksehir FK auswärts mit 2:1. Überhaupt gewann man direkt die ersten drei Spiele und stellte die Weichen früh auf ein Weiterkommen. Erst am vorletzten Spieltag kassierte man die erste und einzige Niederlage in der Ligaphase.
Am Donnerstag kommt es nun zu einem Novum für Rapid. Zum ersten Mal überhaupt trifft man in einem Pflichtspiel auf Lech Posen. Der amtierende polnische Meister startete lediglich solide in die neue Spielzeit. Vier der ersten neun Spiele in der PKO Ekstraklasa wurden gewonnen (3 Unentschieden, 2 Niederlagen). Mit 15 Zählern steht man derzeit aber nur auf Platz 7. Der Rückstand nach ganz vorne beträgt bei einer Partie weniger aber nur vier Punkte. Eine Topplatzierung in der Liga ist also durchaus noch in Sichtweite.

Posens Heimschwäche als Chance
Um diese zu erreichen, müssen sich die Posner jedoch vor allem vor heimischem Publikum steigern. Blickt man auf alle Pflichtspiele der Saison (inklusive Supercup, Champions-League- und Europa-League-Qualifikation), so gewannen sie nur 30 Prozent ihrer Heimspiele (3 von 10). Bereits fünfmal verließ Posen das Enea Stadion als Verlierer. Ein starker Kontrast zu ihren Leistungen in der Conference League in der Saison 2022/23, als sie letztmals international spielten. Damals verloren sie nur zwei ihrer zwölf Begegnungen im Wettbewerb (6 Siege, 4 Unentschieden) und blieben in vier der letzten fünf Heimspiele ohne Gegentor.
Posens Heimschwäche in der aktuellen Saison könnte somit die große Chance der Hütteldorfer werden. Rapid hat in der ADMIRAL Bundesliga drei ihrer vier Auswärtsspiele gewonnen. Wir vertrauen daher auf die Stärke der Grün-Weißen im internationalen Wettbewerb und empfehlen eine Wette auf einen österreichischen Auftaktsieg (Quote: 2,95). Wer sich absichern möchte, setzt darauf, dass Rapid nicht verliert (X2) und kassiert noch immer das 1,6-fache des Einsatzes!
Polnischer Rekord wartet auf Lech Posen
Dabei gehen wir davon aus, dass beide Teams treffen werden (1,55). Lech Posen hat nämlich in jedem seiner letzten 15 Europapokalspiele (einschließlich Qualifikationsrunden) immer mindestens ein Tor erzielt und könnte mit einem Treffer gegen Rapid einen polnischen Rekord einstellen – Gornik Zabrze traf zwischen 1968 und 1971 in 16 aufeinanderfolgenden Partien. Sollten unsere bisherigen Wettempfehlungen eintreffen, würde dies auch bedeuten, dass in dieser Partie mindestens drei Treffer fallen. Eine Wette auf „Über 2,5 Tore“ (1,62) erscheint demnach ebenfalls sehr attraktiv!
Übrigens: Bei ihrem jeweils letzten Auftritt in der Conference League schafften es sowohl Rapid (2024/25) als auch Lech Posen (2022/23) bis ins Viertelfinale. Wer beiden Teams in diesem Jahr noch mehr zutraut, könnte auch etwas mehr ins Risiko gehen und eine Wette auf einen Finaleinzug (Rapid: 12,0 – Lech Posen: 15,0) oder gar einen Turniersieg (Rapid: 26,0 – Lech Posen: 34,0) platzieren.
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*Quotenänderungen vorbehalten